Auf Augenhöhe mit Il Duomo

Also quasi auf Augenhöhe, denn die Dom-Kuppel von Santa Maria del Fiore in Florenz misst mit Laterne eine Höhe von 114m, während die Piazzale Michelangelo „nur“ 104m hoch liegt.

Die Piazzale Michelangelo ist ein Aussichtsplatz, welcher 1865 nach den Plänen von Giuseppe Poggi geschaffen wurde.

Florenz war damals die Hauptstadt des Königreichs Italien, und um die Stadt optisch ein bißchen aufzupolieren, wurden mehrere Sanierierungsprojekte gestartet. Unter anderem die Umgestaltung der heutigen Piazza della Repubblica und eben auch der Bau eines Panoramaweges auf den Hügel von San Miniato, genannt Viale dei Colli, als deren Zentrum und Höhepunkt Poggi die Piazzale Michelangelo konzipierte.

Der Platz ist eine Homage an Michelangelo, jenem grandiosen Künstler, den die Florentiner nicht immer freundlich behandelt hatten.

Wenn die Sonne bereits etwas tiefer steht, ist genau die richtige Zeit um zur Piazzale Michelangelo empor zu spazieren.

Es würde zwar auch ein Bus die steile Straße nach oben fahren, aber der Weg zu Fuß durch die Gässchen von Sant Niccolo lohnt sich wesentlich mehr.

Zumal man am Laden des Streetart-Künstlers Abraham Clet vorbeikommt. Seine umgestalteten Verkehrsschilder, die einem jedesmal ein Lächeln ins Gesicht zaubern, kann man in der ganzen Stadt entdecken.

Die Treppen Richtung Piazzale Michelangelo führen auch am Gardino della Rose vorbei, ein hübsch angelegter Rosengarten, der bereits einen fantastischen Ausblick auf die Altstadt bietet.

Noch einige weitere Treppenstufen später ist man am Piazzale Michelangelo angekommen und wird mit diesem fantastischen Ausblick belohnt:

Hier lohnt es sich jedoch, vorerst noch ein kleines Stück weiter nach oben zu gehen, und zwar zur Kirche San Miniato Al Monte, ein Juwel romanisch-toskanischer Architektur. Anfang des 13. Jahrhunderts fertiggestellt, zählt sie zu den ältesten Kirchen von Florenz.

Hier oben tummeln sich zumindest nicht so viele Menschen wie auf der Piazzale Michelangelo, und auch der angrenzende, äußerst fotogene Friedhof „Cimitero delle Porte Sante“ mit seinen beeindruckenden reich verzierten Mausoleen ist durchaus sehenswert.

In schönster Lage fanden hier berühmte Florentiner ihre Ruhe, unter anderem auch der italienischer Schriftsteller und Schöpfer von „Pinocchio“, Carlo Collodi (Lorenzini).

Wieder zurück am Piazzale Michelangelo tut man es am Besten den anderen Besuchern gleich: erstmal rund um den Platz laufen und die 180 Grad-Aussicht auf die Altstadt und die Hügel im Hinterland bewundern.

Anschließend besorgt man sich etwas zu Trinken (oder hat bereits etwas mit), sucht sich ein Plätzchen auf der großen Treppe, genießt den grandiosen Ausblick und lässt im warmen Sonnenlicht einfach auf sich wirken, dass Florenz hier einem buchstäblich zu Füßen liegt, während richtig gute Straßenmusiker für die passende musikalische Untermalung sorgen.

Kategorien Italien

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Hallo, ich bin Karin, ein Kind der Achtziger, leidenschaftliche Teilzeitweltenbummlerin & Hobbyfotografin, und wohne da, wo eigentlich andere Urlaub machen, im schönen Wien :) Trotz der Liebe zu meiner Heimatstadt zieht es mich immer wieder in die Ferne.

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