Istrien – Terra Magica (Land des Zaubers)

Vrsar

Vrsar, wo wir unser Appartment bezogen hatten, ist ein hübscher kleiner Ort. Die steilen Gassen der malerischen Altstadt hinauf zur Pfarrkirche des Sveti Martin entlang zu spazieren zahlt sich aus, denn vom Glockenturm aus hat man einen traumhaften Ausblick auf die kleine Stadt, den Hafen und die vorgelagerte Inselgruppe von Vrsar.

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Zwischen Faulenzen am Strand und Vrsar-Spaziergängen standen jedoch auch Ausflüge nach Porec, Groznjan, Rovinj und Pula am Programm

Porec und Groznjan

In Porec angekommen starteten wir vom Hafen aus unseren Rundgang durch die wunderschöne Altstadt bis zur Euphrasius Basilika. Die Kathedrale wurde im 6. Jahrhundert erbaut und wurde in die Liste der UNESCO Weltkulturerbestätten aufgenommen.

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In Vizinada, einem kleinen Dorf nahe Groznjan, legten wir bei einem Aussichtspunkt einen Zwischenstop ein um von hier aus die herrliche Aussicht auf Motovun und die umliegende idyllische, hügelige Landschaft mit Weinbergen, die auf Istriens roter Erde (Terra Rossa) wachsen, zu genießen.

Abends passierten wir die Schotterstraße welche zu dem 288 m über dem Meeresspiegel liegenden mittelalterlichen Städtchen Groznjan führt.
Gemütlich schlenderten wir über altes Kopfsteinpflaster durch die engen, mit Galerien gesäumten Gassen der heute von Künstlern besiedelten Stadt. Die Gebäude wurden liebevoll von den Bewohnern restauriert; Innenhöfe, Gassen und Balkone sind farbenprächtig geschmückt.
Nach dem Abendessen genossen wir noch die grandiose Aussicht auf die Landschaft vom Platz der Pfarrkirche Maria und Vitus aus, bevor wir uns wieder auf den Rückweg nach Vrsar machten.

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Rovinj und der Limski Kanal

Am Tag 4 unseres Istrien-Aufenthaltes stand eine Bootsfahrt nach Rovinj am Programm.

Nach und nach gesellten sich auch immer mehr hungrige Möwen zu uns die sofort nach dem Einholen der Netze die Schlacht um’s Fisch-Buffet eröffneten.

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Mittags erreichten wir den Hafen von Rovinj. Diesmal war die Zeit für eine Besichtigung knapper bemessen als sonst, uns blieben nur 2 Stunden um durch die steilen Gassen vonRovinj’s Altstadt hinauf zur Basilika Sv Euphemia mit ihrem alles überragenden 60 m hohen Glockenturm zu spazieren.

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Viele kleine Läden und Cafés in engen, bunten Häusern säumen die mit spiegelglatten Kopfsteinpflaster ausgelegten schmalen Gassen, der venezianische Einfluss ist nicht zu übersehen.

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Die barocke Kirche der Heiligen Euphemia stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist Mittelpunkt der Altstadt. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt Rovinj und der Glockenturm wurde in Anlehnung an den Campanile in Venedig erbaut. Der Sarkophag von Euphemia wird in der Domkirche aufbewahrt. Einer Legende nach sollen ihre Gebeine in einer Sturmnacht um das Jahr 800 aus byzantinischem Besitz verschwunden und von Fischern aus Rovinj an der Küste in einem weißenMarmorsarkophag aufgefunden worden sein. Die heilige Euphemia ist der Schutzpatron der Region Rovinj sowie der ganzen Halbinsel Istrien. Vom Kirchplatz aus hat man einen wunderschönen Panoramablick auf das Meer.

Nach Besichtigung der Basilika schlenderten wir noch durch den barocken Balbi-Bogen hindurch zum Hafenplatz Trg Marsala Tita, dessen Mittelpunkt ein Brunnen und ein venezianischer Uhrturm sind.istrien_215_45

Nachmittags legte die Meduza wieder mit Kurs auf den Limski-Kanal ab.
Obwohl die Landschaft sehr imposant ist, war der Ausflug in den Limski-Kanal extrem enttäuschend. Das Schiff legte etwa in der Mitte des Kanals bei der „Piratenhöhle“ an, ließ alle Passagiere aussteigen und legte wieder ab. Für eine geschlagene Stunde saßen wir nun also mit hunderten weiteren Touristen (auch von anderen Ausflugs- und Privatbooten) hier fest. Die meisten stürmten zur Piratenhöhle hinauf oder badeten in der Bucht, wir aber sparten uns das Massen-Spektakel und suchten uns ein halbwegs ruhiges Plätzchen zum Sonnen.

Nach einer gefühlten Ewigkeiten wurden wir dann endlich von dem Touristenalptraum erlöst und schipperten zurück nach Vrsar.

Geschichtsträchtiges Pula

Pula ist die mit fast 60.000 Einwohnern die größte Stadt Istriens.
Unseren Rundgang starteten wir bei der Kathedrale Sv. Marija. Sie stammt aus dem 5. Jahrhundert und musste im 15. Jahrhundert unter großem Aufwand restauriert werden. Der Glockenturm ist wie bei vielen Kathedralen erst im 17. Jahrhundert ergänzt worden.

Weiter ging’s zur berühmtesten Sehenswürdigkeit und Wahrzeichen Pulas, dem römische Amphitheater (oder auch Arena von Pula), welches im 1. Jahrhundert unter Kaiser Augustus erbaut und unter Kaiser Vespasian erweitert wurde. Es hat eine Größe von 133×105 Metern, bot etwa 23.000 Menschen Platz und ist damit eines der größten von den Römern erbauten Amphitheater. Heute finden im Amphitheater Sommerkonzerte, das Pula Film Festival und andere Veranstaltungen statt.
Die mächtige Arena beeindruckt nicht nur durch ihr Äußeres, sondern besonders durch die Tatsache, dass man auf über 2.000 Jahre altem Gestein läuft. Wenn man sich dann noch vorstellt wie hier einst die Gladiatorenkämpfe oder sogar Seeschlachtenspektakel in der gefluteten Arena stattgefunden haben, beeindruckt es noch mehr.

Pula
Pula

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Nach der schweißtreibenden Besichtigung der Arena – es war extrem heiß und schwül – spazierten wir weiter in Richtung Altstadt, zum wohl schönsten Platz Pulas: dem Forum.

Von antiken Bauten beherrscht, hat der Platz ein ganz besonderes Flair. Glanzstück ist der Augustus-Tempel, welcher im 1. Jh. zu Ehren der Göttin Roma und des Kaisers Augustus errichtet wurde und von sechs 8 m hohen korinthischen Säulen geziert wird. Im Inneren befinden sich römische Skulpturen die man besichtigen kann.

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Anschließend begaben wir uns die steile Gasse hinauf zum Kastell. Am Weg befindet sich die Franziskanerkirche Sv. Franje mit Kloster, welches 1314 am Westhang des Kastellhügels erbaut wurde.
Am höchsten Punkt des Hügels befindet sich das mit Aussichtsturm, Zugbrücke, 4 Bastionen und Wehrmauern ausgestattete Kastell von Pula, welches aus dem 13. Jahrhundert stammt, jedoch nie vollendet wurde. Heute befindet sich im Kastell das Museum der Geschichte Istriens. An der nordöstlichen Hügelseite unterhalb des Kastells befinden sich die Trümmer eines römischen Theaters.

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Wir spazierten weiter zum Trg Portarata, auf dem sich der Triumphbogen der Sergier befindet. Dieser wurde in den Jahren 29-27 vor Christus von Salvia Postuma Sergi errichtet, die damit ihre drei Brüder rühmen wollte.

Und mit einem letzten Faulenzer-Tag am Strand von Vrsar endete unsere kleine aber feine Istrien-Reise :)

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Kategorien Kroatien

Über

Hallo, ich bin Karin, ein Kind der Achtziger, leidenschaftliche Teilzeitweltenbummlerin & Hobbyfotografin, und wohne da, wo eigentlich andere Urlaub machen, im schönen Wien :) Trotz der Liebe zu meiner Heimatstadt zieht es mich immer wieder in die Ferne.

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